Brauchen wir ein Grundeinkommen in Südafrika?

In ihrem kürzlich erschienen Briefing Paper spricht sich Luis Law vom CPLO (Catholic Parliamentary Liaison Office, Kapstadt) für die Einführung eines Grundeinkommens in Südafrika aus:

Die Verpflichtung, sein Brot im Schweiße seines Angesichts zu verdienen, schließt auch das Recht dazu ein. Eine Gesellschaft, in der dieses Recht aber systematisch verweigert wird und deren Wirtschaftspolitik so gestaltet ist ,dass die Arbeitnehmer*innen keine adäquate Beschäftigung finden kann keinen sozialen Frieden finden. In einem Land, in dem es soziale Unruhen und Proteste wegen ungenügender Dienstleistungen von Seiten des Staates gibt, in dem Jugendliche einzig in gefährlichen Banden ihr Auskommen finden, in dem Gewalt endemisch und die exorbitante Ungleichheit die Erfahrung der Mehrheit ist, müssen alle zur Verfügung stehenden Möglichkeit in Betracht gezogen werden, um diese Probleme zu lösen. Dabei muss auch das universelle Grundeinkommen als potentiell machbar und als transformative Intervention für eine zunehmend gewalttätige und zutiefst ungleiche Gesellschaft in Betracht gezogen werden. Wie der ehemalige Präsident Kgalema Motlanthe pointiert ausdrückte: “Menschen sollten nicht nur zum Sterben leben”.