Große Aktion zur BASF-Hauptversammlung: Wir schaffen einen gesetzlichen Rahmen. Seid dabei!

Aktion zur BASF-Hauptversammlung

Auch in diesem Jahr wird die Kampagne „Plough back the fruits”, an der die Werkstatt Ökonomie mit der Kirchlichen Arbeitsstelle Südliches Afrika (KASA) beteiligt ist, wieder auf der Hauptversammlung der BASF vertreten sein, die diesmal am 30. April im Rosengarten in Mannheim stattfindet. Mit dabei, wie seit fünf Jahren, Bischof Joe Seoka aus Johannesburg, der 2012 die Minenarbeiter von Marikana beim Streik um höhere Löhne vertreten hatte und der seither ein Fürsprecher für Wiedergutmachung und Entschädigung für die Hinterbliebenen des Massakers von Marikana ist.

Außerdem haben wir Michael Lapsley eingeladen, den Gründer und Leiter des Instituts Healing of Memories. Das Institut setzt sich seit mehr als 20 Jahren in Konfliktregionen der Welt, insbesondere im Südlichen Afrika, für  Verständigung und Versöhnung ein. Auch Lapsley wird auf der Hauptversammlung sprechen und Vorstand und Aufsichtsrat auf ihre menschenrechtliche Verantwortung hinweisen.

In diesem Jahr wird es aber nicht nur um das Massaker selbst gehen, sondern um die Verantwortung der BASF entlang ihrer Lieferkette und um einen gesetzlichen Rahmen gegen Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden in den Lieferketten aller Unternehmen.

Das Massaker von Marikana ist eines der fünf Fallbeispiele, an denen die Initiative Lieferkettengesetz aufzeigt, weshalb es verbindliche Regeln braucht, um die menschenrechtliche Sorgfaltspflicht entlang der Lieferkette zu gewährleisten, und das eben nicht, wie auch die BASF glauben machen will, alleine eine freiwillige Angelegenheit der Unternehmen sein kann.

Die Initiative Lieferkettengesetzt hat auch in Baden-Württemberg viele zivilgesellschaftliche und kirchliche Akteure auf den Plan gerufen. Sie wollen mit der Kampagne erreichen, dass die Bundesregierung vom bisherigen Dogma der Freiwilligkeit abrückt und ein Lieferkettengesetz auf den Weg bringt.

Aktionsaufruf

Das soll auch anlässlich der Hauptversammlung von BASF sichtbar werden: Deshalb rufen wir alle Gruppen im Südwesten auf, die die Forderung nach einem Lieferkettengesetz unterstützen, am 30. April nach Mannheim zu kommen und mit uns eine Menschenkette um den Rosengarten zu bilden und damit aus der Luft den gesetzlichen Rahmen sichtbar zu machen, den wir fordern.

Zwischen 8 und 10 Uhr werden die Aktionär*innen beim Rosengarten ankommen und die Sicherheitsschleuse passieren. Dabei werden sie von uns empfangen, zunächst mit einem Infostand und der Verteilung von Verantwortungslosen. Außerdem werden wir mit 34 Plakaten an die 2012 in Marikana ermordeten Minenarbeiter erinnern. Zwischen 9.30 und 10 Uhr schließlich, also kurz vor Beginn der Hauptversammlung, brauchen wir rund 350 Menschen, um gemeinsam einen großen gesetzlichen Rahmen um den Rosengarten zu bilden.

Kontakt für Interessierte

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