KASA fordert die Freilassung der renommierten Anwältin Beatrice Mtetwa

In Simbabwe fand am 16. März ein Verfassungsreferendum statt, bei dem mehr als 90% der Beteiligten der neuen Verfassung des Landes zugestimmt haben. Vermutlich aufgrund der Einschüchterungen der zivilgesellschaftlichen Organisationen im Vorfeld lag die Beteiligung am Referendum bei 30% und fiel damit geringer  aus als erwartet. Trotzdem wird das Referendum als wichtiger Meilenstein für die Demokratisierung Simbabwes gewertet.

Besorgniserregend ist die Festnahme von drei Beratern von Premierminister Morgan Tsvangirai (MDC) und deren Anwältin Béatrice Mtetwa. Die mutige und preisgekrönte Anwältin ist KASA bekannt, weil sie viele simbabwische Menschenrechtsorganisationen vertritt, mit denen KASA zusammenarbeitet, darunter ZimRights, dessen Direktor Okay Machisa auch dank Beatrice Mtetwas Engagement nun wieder auf freiem Fuß steht. Ihre überraschende Festnahme nach einem Referendum, das von allen großen politischen Parteien beschlossen wurde, und alle anderen Festnahmen, die politisch motiviert sind, bestätigen die Befürchtung, dass die ZANU-PF Einschüchterung zur Strategie stilisiert, um die bevorstehenden Wahlen zu ihren Gunsten manipulieren zu können.

Die KASA verurteilt diese politisch motivierten Festnahmen und fordert die sofortige Freilassung Beatrice Mtetwas und aller anderen Gefangenen, die aus politischen Gründen ihre Freiheit verloren haben. Sie appelliert an die SADC, Verantwortung zu übernehmen und die ZANU-PF zu der längst überfälligen Reform des Sicherheitssektors zu drängen, um der Willkür der Sicherheitskräfte in Simbabwe ein Ende zu setzen und Rahmenbedingungen zu schaffen, die freie und faire Wahlen möglich machen.