KASA Newsletter Juli erschienen

Wir haben wenig gute Nachrichten: die dritte Corona-Welle hat das Südliche Afrika erreicht, die Zahlen besonders in Namibia sind erschreckend. Prodemokratische Proteste in eSwatini/Swasiland und Hungerproteste in der Nachbarprovinz KwaZulu Natal von Südafrika fordern weitere Todesopfer. Militär wird vermehrt eingesetzt, um Besitz zu schützen…

Bei einer Online-Diskussion des Southern African Liaison Office SALO sprach Richard Pithouse davon, dass es ein neues emanzipatorisches Konzept bedarf, denn sowohl die alten Mythen als auch der Geist der Befreiungsideologie haben ausgedient. Wir können nicht länger große Teile der Gesellschaft als weniger human, als kriminell bezeichnen und glauben, dass wir als Mittelschicht ein Recht auf den Wohlstand und den Besitz haben, den wir so vehement verteidigen.

Wie das emanzipatorische Projekt aussehen kann, bleibt offen, im Fluss und Teil der weiteren Debatten. Vor allem mit den Menschen vor Ort, den Betroffenen. Für uns als KASA ist das derzeit nicht leicht, den Kontakt zu halten, unser „voice and space“ ernst zu nehmen. Stromausfälle verhindern das Aufladen der Handys und machen so schnelle Nachrichten, kurze Anrufe oder lange Telefonate oft unmöglich. Geplant war die Dienstreise im Juli/August, wir haben sie hoffnungsvoll auf Oktober/November verschoben. Wir werden sehen.

Bis dahin machen wir weiter, analysieren die Situation, machen Lobby- und Bildungsarbeit und zeigen uns, wo immer möglich, solidarisch.

Wir wünschen eine gute Lektüre und freuen uns über einen Austausch darüber

Das KASA Team