Protestieren, um gehört zu werden

Im Mai dieses Jahres veranstaltete das katholische Parlamentarische Verbindungsbüro CPLO eine Podiumsdiskussion in Johannesburg und im Juni in Kapstadt über die sogenannten „service delivery“-Proteste. Hauptreferenten waren Dr. Carin Runciman, der ausführlich über das Thema recherchiert und geschrieben hat, sowie Seana Nkhahle von der SA Local Government Association (SALGA). Das Briefing Paper 433: Protesting To Be Heard fasst die Themen und Diskussionen zusammen.

Schlussfolgernd kann gesagt werden, dass Proteste schon immer Teil der südafrikanischen sozio-politischen Landschaft waren. Doch die Tatsache, dass sie auch nach 1994 weitergingen, sei ein Hinweis auf die Frustrationen und Enttäuschung vieler in Bezug auf die Demokratie. Gemeinschaften fühlen, dass ihnen nur zugehört wird, wenn sie protestieren. Für sie ist Demokratie nur etwas für die Reichen, die sich nie über einen Mangel an Dienstleistungen, die ihnen zuteil werden, beschweren müssen. Eigentlich möchten die Armen nur, dass sie einbezogen werden und nicht nur über ihre Köpfe hinweg entschieden wird.