Südafrikanischer Aktivist S’bu Innocent Zikode erhält schwedischen Menschenrechtspreis

Der Menschenrechtsaktivist S’bu Innocent Zikode hat den schwedischen „Per Anger Preis“ für seine vielfältige Arbeit in südafrikanischen Stadtvierteln bekommen, die besonders stark von Armut und Ungleichheit betroffen sind.

Gemeinsam mit der von ihm mitbegründeten sozialen Bewegung „Abahlali baseMjondolo“ (Shack Dwellers Movement)setzt er sich in erster Linie für Landrechte und das Recht auf lebenswürdige Wohnbedingungen ein. Die insgesamt 82.000 Mitglieder der Bewegung weisen aber auch auf Korruption, ungleiche Machtverhältnisse und Gewalt gegen marginalisierte Bevölkerungsgruppen hin. Sie erheben ihre Stimmen auch vor Gericht, in den Medien und bei Demonstrationen.

Insgesamt 18 Mitglieder der Bewegung wurden aufgrund ihres Engagements bei unterschiedlichen Ereignissen bereits ermordet. Die Bewegung sieht sich selbst als „Bottom-Up-Movement“ und lehnt deshalb externe Finanzierungen und hierarchische Strukturen ab. Sie verfolgen eine Ethik des gelebten Kommunismus von unten.