Für Platin über Leichen gehen?

Forderungen an Industrie und Politik - 10 Jahre nach dem Massaker in Südafrika

Datum: 30.01.2023
Uhrzeit: 19:30 Ort: Schwäbisch Hall
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Den Kampf für gerechte Löhne und Entschädigung nach dem Massaker an südafrikanischen Minenarbeitern von 2012 beschreibt das neu erschienene Buch „Marikana – die offene Wunde“ von Bischof Johannes T.Seoka. Simone Knapp von der Kirchlichen Arbeitsstelle Südliches Afrika (KASA) stellt es vor. Das Buch erscheint zum zehnten Jahrestag des Massakers von Marikana, bei dem 34 Minenarbeiter beim Streik um höhere Löhne und bessere Lebensbedingungen von der südafrikanischen Polizei erschossen wurden. Die staatliche Untersuchungskommission gab dem Minenbetreiber, dem britischen Unternehmen Lonmin, Mitschuld an dem Massaker. Einer der Hauptkunden ist die BASF, der weltgrößte Chemiekonzern. Bischof Seoka hat in dem Buch die schrecklichen Ereignisse um den 16. August 2012 aus seiner persönlichen Sicht festgehalten. Er kämpft seit 2015 mit anderen Akteuren vor allem auch bei BASF um Entschädigung für die Hinterbliebenen im „Platingürtel“, nördlich von Johannesburg. Dort lagern etwa 80 Prozent des weltweiten Platin-Vorkommens. Das Buch ist auch eine Beschreibung, wie lokale Akteur:innen und internationale Solidaritätsarbeit zusammenfließen und Synergien schaffen können, um sich gemeinsam für Entschädigung oder ein Lieferkettengesetz einzusetzen.

Eintritt frei, um Spenden wird gebeten.

Referentin             

Simone Knapp, kirchliche Arbeitsstelle südliches Afrika (KASA)

Veranstalter     

Ev. Kreisbildungswerk SHA, Akademie der Weltmarktverlierer, KASA