Ausstellung „Stolen Moments. Namibian Music History Untold”

Datum: 01.01.1970
Ort: Wagenhallen, Innerer Nordbahnhof 1, Stuttgart
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Die Ausstellung erzählt die Geschichte der namibischen Populär-Musik der 50er bis 80er Jahre, die vom südafrikanischen Apartheidregime zensiert, unterdrückt, verboten und unmöglich gemacht wurde.

Stolen Moments ist eine erinnerungsarchäologische Spurensuche. Eine Rekonstruktion von verschollenem Liedgut und Musikgeschichte, die vom unmittelbaren Verschwinden bedroht ist. Eine Begegnung mit dem Namibia aus der Zeit vor der Unabhängigkeit. Eine Sammlung von Geschichten, deren Erzähler schon bald nicht mehr da sein werden, und eine große musikalische Wiederauferstehung all dessen, was verloren gegangen schien.

Aufbauend auf einer mehrjährigen Recherche der Stolen Moments Research Group, und gemeinsam mit noch lebenden namibischen Musiker:innen, schuf die namibische Kuratorin Aino Moongo mit ihrem Team ein multimediales Ausstellungsprojekt, das sich den Geschichten, Erlebnissen und Erfahrungen all derer widmet, die maßgeblich beteiligt waren an der Schaffung namibischer Populärmusik.

Mittels unterschiedlicher Ausstellungsmodule begegnen wir namibischer Zeitgeschichte, lokalen Musiker:innen, Spielorten, Songs und persönlichen Erinnerungen. So würdigt der Pantheon Of Namibian Music die marginalisierten Bands und Interpret:innen mit Studioaufnahmen und neu gestalteten Plattencovers. In einem Sound Stream hergestellt aus einer Auswahl aus über 100 Stunden Interviews werden die Stimmen der Zeitzeugen im Radio From Outer Space für die die Besucher:innen hörbar. Dance Hall Days dokumentiert in großformatigen Fotografien, was aus den legendären Spielstätten der musikalischen Subkultur wurde. Tanzstile wie Boymasaka, Froggy Froggy oder Langarm werden in der 90minütigen Filmdokumentation Dance Me This wieder lebendig. Darüber hinaus dokumentieren historische Lichtbilder und Filmaufnahmen das Wirken der Künstler:innen und die Lebensumstände im Namibia vor der Unabhängigkeit. Im Archivteil der Ausstellung ist zudem das gesamte Bild-, Ton- und Textmaterial des Projekts physisch und virtuell recherchierbar.

Die Ausstellung ist täglich von 11 bis 20 Uhr geöffnet.

Führungen für Schulklassen oder Gruppen nach Voranmeldung.

Kuration: Aino Moongo, Sabine Linn, Ulf Vierke

Künstlerische Leitung: Thorsten Schütte

Kontakt: Simone Knapp (Mobil: 01637302888), Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika KASA

Ausstellung gefördert mit Mitteln der Namibia-Initiative des Landes Baden-Württemberg

Hergestellt mit Mittel der TURN Initiative des BKM und der Carl Schlettwein-Stiftung

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