KASA Newsletter 3/2013

Gestern Abend erreichte uns die Nachricht, dass Nelson Mandela gestorben ist. Auch wenn wir es erwartet haben, auch wenn er 95 Jahre alt werden durfte und zuletzt sehr krank und hinfällig war, so ist dieser Moment doch eine Zäsur für Südafrika. Sein Leben ist zum Symbol geworden, Ausdruck der Hoffnung auf Frieden, Versöhnung und eine bessere Zukunft. Deren Umsetzung und die Verantwortung dafür liegen nun ganz in den Händen seiner Nachfolger. Wir lassen ihn ziehen und werden uns an ihn erinnern: Hamba Kahle Madiba!

Unser Newsletter beschäftigt sich wieder intensiv mit Simbabwe. Dies liegt unter anderem daran, dass – anders als zunächst geplant – unser wöchentlicher Newsletter „Simbabwe aktuell” nach den Wahlen vom 31. Juli aus vielerlei Gründen leider nicht weiter erscheinen konnte: Einerseits war die Zivilgesellschaft nach dem überwältigenden Sieg der ZANU-PF so paralysiert, dass es einige Zeit dauerte, bis die ersten Reaktionen zu hören waren. Nach wie vor kämpfen die Organisationen um eine Neudefinition und Neuorientierung jenseits des „regime change”, den wir in den kommenden Monaten verfolgen werden. Andererseits veränderten sich die Themen, die wir im Newsletter fokussiert hatten, mit der Wahl und der neuen Regierung, so dass das ursprüngliche Konzept nicht mehr aufrecht zu erhalten war. Wir wollen uns in Zukunft verstärkt auf konkrete politische und wirtschaftliche Fragen – hierzu ein Artikel von Martin Gück – und auf Basisorganisationen konzentrieren; den Anfang macht hier der Artikel unserer Schweizer Kollegin Barbara Müller (FEPA) über den Kampf einer Dorfgemeinschaft in Chisumbanje gegen die Machenschaften einer Ethanolfabrik.

Südafrika ist der zweite Schwerpunt des Newsletters. Hier knüpfen wir zunächst an die Broschüre zum Farmarbeiterstreik im Western Cape an und geben ein Update über die Verfahren und Diskussionen rund um die Aufarbeitung des Marikana-Massakers. Die Verbindung mit Simbabwe stellt der Artikel über eine sehr spannende Tagung zur Landfrage im Südlichen Afrika her, die im November in Basel stattgefand.

An welchen Themen und Prozessen wir sonst noch arbeiten, bildet sich in den restlichen Artikeln ab. Wir freuen uns wie immer, wenn wir Kommentare und Rückmeldungen dazu erhalten!

In Anbetracht der oben beschriebenen Situation werden wir den bisherigen AbonnentInnen des Simbabwe-Newsletters fortan unseren „KASA Newsletter” zusenden. Sollte dies von Ihnen und Euch nicht weiter gewünscht sein, lässt sich der Newsletter hier abbestellen.

Allen wünschen wir eine anregende Lektüre, gesegnete Weihnachten und einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

Herzliche Grüße aus Heidelberg,
das KASA-Team