Schulpartnerschaften zwischen Südafrika und Deutschland

Was hat die Mobilitätswende mit dem Südlichen Afrika zu tun? Wie ist das mit dem Anbau von Früchten im Südlichen Afrika, die in unseren Supermärkten landen? Und woher kommen die Bilder in unseren Köpfen, wenn wir allgemein an den globalen Süden denken? Globale Zusammenhänge sind komplex. Ausbeutung, Folgen des Klimawandels für Menschen im Globalen Süden, Hunger, Vertreibung und Flucht haben viel mit Europa, der globalen Geschichte und unserer heutigen Lebensweise zu tun. Der negative, pessimistische und pauschalisierende Blick auf den afrikanischen Kontinent, steht in Europa in einer langen kolonialen Tradition. Er wurde vor und während des Kolonialismus aufgebaut und besteht oftmals noch bis heute. Diesen Blick müssen wir verlernen.

Junge Menschen sollen in einer Welt aufwachsen, in der sie keine Vorurteile gegenüber anderen Menschen haben. Sie sollen sich untereinander als gleichwertige Menschen kennenlernen. Schulpartnerschaften bieten hierfür ein enormes Potential. Schüler*innen lernen sich gegenseitig in ihren unterschiedlichen Lebensrealitäten kennen und entdecken dabei eher Gemeinsamkeiten als Unterschiede. Die dabei entstehende Empathie ermöglicht es, den afrikanischen Kontinent mit anderen Augen zu sehen. Durch Schulpartnerschaften werden globale Zusammenhänge für junge Menschen greifbar.

Die KASA übernimmt ab 2019 die Schulpartnerschaftsarbeit der KOSA e.V. zwischen Schulen in Südafrika und Deutschland, die bereits über Jahre aufgebaut wurde und deren Arbeit viel positive Rückmeldung erhielt. Die KASA begleitet Schulen, die eine (Schul-)Partnerschaft im Südlichen Afrika haben und führt inhaltliche Seminare für Schüler*innen und Fortbildungen für Lehrer*innen durch, um sie für die Partnerschaftsarbeit zu qualifizieren. Dabei werden die Schulen in Südafrika und Deutschland als gleichwertige Partnerinnen betrachtet, die voneinander lernen können.

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